Quelle: Kieler Nachrichten
Neumünster - Vor dem Rathaus auf dem Großflecken zog am Dienstag um 16 Uhr eine Mahnwache gegen Rechts auf. Rund 20 Teilnehmer legten eine Schweigeminute für die zehn Menschen ein, die von Rechtsextremen ermordet worden sind.
Vereine, Verbände, Parteien, Gewerkschaften und Institutionen hatten zur Mahnwache aufgerufen. Die Teilnehmer entzündeten Kerzen. Jonny Griese von der Partei Die Linke formulierte Forderungen, wie gegen Rechtsextremismus vorzugehen sei: „Wir wollen ein Verbot der NPD. Wir wollen, dass der Club 88 geschlossen wird.“ Es müsse Schluss gemacht werden mit den Strukturen, die es in der Stadt gebe. Kein zweiter Club oder Fitnesscenter solle eröffnet werden.
Griese forderte die Ratsversammlung auf, sich mit den Opfern in einer Schweigeminute zu solidarisieren. Die Forderung dürfte angekommen sein, denn die Mitglieder der Ratsversammlung kamen auf dem Weg zu ihrer um 17 Uhr beginnenden Sitzung an der Mahnwache vorbei.
Weitere Forderung der Demonstranten: „Wir brauchen ein klares Wort vom Oberbürgermeister, ohne Politiker erreichen wir in der Stadt nichts.“