20. Dezember 2011

Zum Thema Einkaufszentrum im Sagerviertel

Die Linke Neumünster ist auch nach der Veranstaltung am 15.12.11.in der Stadthalle gegen den Bau eines Einkaufstempels in der Innenstadt.

Die Präsentation der Veranstalter war eine Zumutung für die Bürger und hatte mit demokratischer Beteiligung wenig zu tun. Mag ja sein, dass die Stadt sich auch über das Liebesleben der Fledermäuse Gedanken machen muss. Aber die Bürger haben andere Sorgen. Es geht um die Lebensqualität in unserer Stadt! Nein! Die Demokratie hat durch das Verhalten der Politik schweren Schaden erlitten. Zur Erinnerung: Die Bürger haben  für den Bau auf dem Großflecken gestimmt. Wenn jetzt der Oberbürgermeister von demokratischer Beteilung redet, ist das einfach nur verlogen. Mit seinem Gerede von der Alternativlosigkeit macht er sich außerdem zum Sprecher einer Finanzdiktatur.

Das vorgestellte Verkehrskonzept ist in Wahrheit gar keines. Es ist geplant, den Verkehr über den Ring umzuleiten!! Der Ring zieht sich durch das Wohngebiet und ist jetzt schon überlastet. Zur sogenannten „Rush-Hour“ staut sich der Verkehr in allen Straßen. Und selbst wenn die Autofahrer es schaffen, in der Stadt anzukommen, wo sollen sie Parken? Neben diesen ökologischen Wahnsinn sieht die LINKE das Problem der ökonomischen Situation. Immer mehr Menschen in Schleswig Holstein arbeiten in prekären Beschäftigungsverhältnissen. Ihr Einkommen reicht gerade zur Deckung ihrer Grundbedürfnisse. Die Zahl der Hartz4 Bezieher und der sogenannten Aufstocker wird in den nächsten Jahren zunehmen.

Die durchschnittliche Rente liegt bei den Männern bei 969,--€ und bei Frauen bei 465,€ Die Kinderarmut in Neumünster mit 35,8% ist die höchste in Schleswig Holstein. Diese Tatsachen sind auch den Parteien bekannt. Was ist der Grund, dass die Grünen ihre ökologischen Grundsätze über Bord werfen? Was ist der Grund, weshalb die SPD als selbsternannte Arbeiterpartei ihre ökonomischen Grundsätze über Bord werfen?Auf einem Schild in der Stadthalle war zu lesen: Ist Politik käuflich? DIE LINKE fordert die Ratsversammlung auf, dieses Vorhaben zu stoppen. DIE LINKE steht für die Erweiterung der vorhandenden Kapazitäten am Stadtrand. Dazu gehört, dass dem Antrag von Nortex stattgegeben wird.

DIE LINKE Neumünster

Jonny Griese

Pressesprecher